Pressemitteilung

NEU 2018: Lösung für Steuernachteil Grenzgänger

Eine Familie mit Personen zu Lasten, deren Eltern ausschließlich in Belgien wohnen und arbeiten, erhält eine Erhöhung des Steuerfreibetrages je nach Anzahl der Personen zu Lasten. Wenn ein Elternteil in einem anderen Land arbeitete, war es bis vor kurzem möglich, dass keiner der beiden Ehepartner eine Erhöhung erhielt. 

Kern des Problems ist die Steuerermäßigung für Kinder zu Lasten. Diese Ermäßigung wird im Prinzip dem Partner mit dem höchsten Einkommen gewährt.  Wenn gerade dieser Partner jedoch im Ausland arbeitet, entfällt die Ermäßigung für Kinder zu Lasten in der Praxis.  Das Auslandseinkommen wird in Belgien sowieso nicht besteuert und deshalb geht die Ermäßigung für Kinder zu Lasten für diese Familien nicht mit einem tatsächlichen Vorteil einher.

Tatsächlich  Zusammenwohnende in der gleichen Situation haben dieses Problem nicht, weil sie selbst wählen können, wer von beiden die Kinder steuerlich zu seinen Lasten nimmt. Mit anderen Worten, wenn einer von beiden im Ausland arbeitet, können die Kinder zur Lasten der in Belgien arbeitenden Person genommen werden, um so dennoch eine effektive Steuerermäßigung für Kinder zu Lasten zu erhalten.

Verheiratete und gesetzlich Zusammenwohnende haben jedoch keine Wahl. Bei ihnen sind die Kinder stets zu Lasten des Partners mit dem höchsten Einkommen.

Um diese Ungleichheit zu beseitigen, sieht eine Gesetzesänderung* vor, dass die Steuerermäßigung für Kinder zu Lasten dem Partner mit dem niedrigsten Einkommen gewährt wird, falls dies für die Familie günstiger ist.

Zudem wird der FÖD Finanzen für die betreffenden Familien stets selbst berechnen, wer die Kinder am besten zu seinen Lasten nimmt, damit automatisch die günstigste Berechnung behalten wird.

Minister der Finanzen Van Overtveldt: „Mit dieser Gesetzesänderung wird für viele Grenzgänger mit Kindern ein jahrelanger Kampf gegen steuerliche Ungleichheit beendet. Die Tatsache, ob man verheiratet ist oder gesetzlich zusammenwohnt, darf keine Folgen für ihre Besteuerung haben.“

* Gesetz zur Festlegung verschiedener steuerrechtlicher Bestimmungen III vom 25. Dezember 2017.  Wird demnächst im Staatsblatt veröffentlicht.